Therapie des Hörsturzes bei bekannter Ursache

Welche Therapien gibt es bei Hörsturz?

Welche Therapien gibt es bei Hörsturz?

Die Therapie, die zur Behandlung eines symptomatischen Hörsturzes infrage kommt, hängt von dessen Ursache ab. Von einem symptomatischen Hörsturz spricht man dann, wenn den Symptomen eine bestimmte Ursache zugrunde liegt. Als Folge der Therapie einer zugrunde liegenden Erkrankung bessern sich häufig auch die Symptome des Hörsturzes.

Im Folgenden sind einige Therapiebeispiele aufgeführt, die bei den verschiedenen Grunderkrankungen bei symptomatischem Hörsturz erfolgreich eingesetzt werden können:

  • bei Perilymphfistel: Operation der im Mittelohr gelegenen Paukenhöhle, in der sich die Gehörknöchelchen befinden
  • bei Menière-Krankheit: Drainage der Paukenhöhle, sofern diese „verstopft“ ist (beispielsweise aufgrund einer Verlegung der sogenannten Eustachi-Röhre, die das Mittelohr mit dem Rachenraum verbindet und einen Druckausgleich des Mittelohres ermöglicht)
  • bei akutem Lärmtrauma: unter anderem Gabe von Kortison und von Medikamenten zur Verbesserung der Durchblutung des Innenohres sowie Sauerstofftherapie
  • bei Entzündung des Innenohres: Antibiotikatherapie
  • bei Herpesinfektion: Gabe von Virostatika, welche die Vermehrung der Herpesviren hemmen
  • bei Gehirntumor: unter anderem Operation und Strahlentherapie
  • bei Infektionen des Hörnervs: Gabe von Antibiotika, welche die infektionsauslösenden Bakterien abtöten
  • bei Durchblutungsstörung des Innenohres: Anwendung von Medikamenten zur Förderung der Innenohrdurchblutung
  • bei Migräne: unter anderem Anpassung der Lebensführung und regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die dem Auftreten von Migräneanfällen entgegenwirken
  • bei psychischen Ursachen: Psychotherapie

 

Therapie des Hörsturzes bei unbekannter Ursache

Das therapeutische Vorgehen bei einem Hörsturz ohne bekannte Ursache (idiopathischer Hörsturz) ist auf die Besserung der Beschwerden ausgerichtet. Unter anderem kommen folgende Therapiemöglichkeiten mit guten Erfolgsaussichten zum Einsatz:

Datum: Mai 2010; Autor: Dr. med. E. Wolf


Quellen: Probst, R./ Grevers, G./ Iro, H. (Hrsg.): Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, 3. Aufl. Thieme, Stuttgart (2008)
Reiß, M. (Hrsg.): Facharztwissen HNO-Heilkunde. Springer, Heidelberg (2009)

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